28.02.00

Vorlaeufiges amtliches Endergebnis der gestrigen Wahl

SPD       43,1% (41 Sitze)
CDU       35,2% (33 Sitze)
Gruene     6,2% ( 5 Sitze)
FDP        7,6% ( 7 Sitze)
SSW        4,1% ( 3 Sitze)
Sonstige   3,8%

Alle Parteien mit dem Wahlausgang in Schleswig-Holstein zufrieden

Der Wahlausgang in Schleswig-Holstein ist von allen Parteien positiv bewertet worden. SPD, CDU, Gruene und FDP bezeichneten das jeweilige Abschneiden als gute Ausgangslage fuer die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai. Die schleswig-holsteinische Ministerpraesidentin Simonis kuendigte an, sie werde versuchen, in kuerzester Zeit einen Koalitionsvertrag mit den Gruenen auszuhandeln. Bundeskanzler Schroeder nannte eine Geschlossenheit von Partei und Berliner Koalition als Grund fuer den Erfolg in Schleswig-Holstein. In der CDU ging umgehend das Ringen um die Nachfolge des Vorsitzenden Schaeuble in eine neue Runde. Spitzenpolitiker raeumten sowohl Generalsekretaerin Merkel als auch Partei-Vize Ruehe dabei die groessten Chancen ein. Der Scheidende CDU-Chef Schaeuble wies darauf hin, dass die Stimmeneinbussen der Christdemokraten geringer ausfielen als befuerchtet. Die Waehler haetten das Signal fuer eine starke Volkspartei CDU gegeben. Der schleswig-holsteinische Spitzenkandidat der Union, Ruehe, liess wie auch Generalsekretaerin Merkel offen, ob er die Nachfolge Schaeubles anstrebt. Bei der FDP wurde betont, auch nach den Zugewinnen werde man sich nicht auf bestimmte Koalitionen festlegen. Die Buendnis-Gruenen bewerteten ihre Verluste mit der Aussage, der ABwaertstrend sei gebremst.


Gewerkschaft fordert mehr weibliche Professoren an den Hochschulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat gefordert, jede zweite freie Professur mit einer Frau zu besetzen. Der anstehende Generationswechsel an den Hochschulen muesse als historische Chance genutzt werden, um in den naechsten Jahren eine Verdoppelung des Frauenanteils auf 20% zu erreichen, verlangte GEW-Vorstandsminglied Klinzing (sp?) in Frankfurt am Main.



Preliminary official result of yesterday's election

SPD       43,1% (41 seats)
CDU       35,2% (33 seats)
Gruene     6,2% ( 5 seats)
FDP        7,6% ( 7 seats)
SSW        4,1% ( 3 seats)
Others    3,8%


All parties happy with Schleswig-Holstein election results

All parties are giving the election results in Schleswig-Holstein good notes. SPD, CDU, the Greens and FDP said their respective returns were a good omen for the elections in North Rhine- Westphalia next May 14th. Schleswig-Holsteins premier Heide Simonis announced her disposition to try and set up a coalition pact with the Greens as soon as possible. Chancellor Schroeder said the success in Schleswig-Holstein was the result of unity within the party and the Berlin coalition. Within CDU, a new assault was rung in in the fight over the succession of retiring party boss Schaeuble. Top politician give good chances to both secretary general Merkel and vice chairman Ruehe. Retiring chairman Schaeuble pointed out that the CDU's losses were lower than feared. The voters had signaled in favor of the CDU as a strong popular party. Neither the Union's top Schleswig- Hoilstein candidate Ruehe nor secretary general Merkel commented on their presumptive plans to enter the race for Schaeuble's succession. The FDP stressed that never mind their election gains, they would not enter any firm coalition compromise. The Greens commented their losses saying that the downward trend was slowing down.


Union demands more female professors in higher education

The union of employees in education and science (GEW) demand that every one of two vacant professorships be filled with women. The upcoming change of generations in higher education establishments ought to be seen as a one-time chance to double women's participation to 20%, GEW leader Klinzing (sp?) said in Frankfurt.Main.


29.02.00

Verfassungsrechtler haelt Landtagswahl 1999 in Hessen fuer ungueltig

Wiesbaden. Die hessische Landtagswahl 1999 ist nach Meinung des Frankfurter Verfassungsrechtlers Hermes ungueltig. In einem Gutachten fuer die Gruenen kommt Hermes zu dem Schluss, dass dem Waehler wichtige Informationen gefehlt haben, weil die Millionenguthaben der CDU nicht ausgewiesen waren.


Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffaire in Hessen nimmt Arbeit auf

Wiesbaden. Der Untersuchungsausschuss des hessischen Landtages zur CDU-Spendenaffaire hat seine Arbeit begonnen. Die SPD will beweisen, dass Ministerpraesident Koch und andere CDU-Politiker mehrfach gelogen haben. Heute ging es um Verfahrensregeln und die Beiziehung von Akten. SPD und Gruene, auf deren Antrag hin das Parlament am 17. Februar den Ausschuss eingesetzt hatte, haben dazu vier Beweisantraege eingebracht. Landtagspraesident Klaus-Peter Moeller, der als Ausschussvorsitzender amtiert, sagte vor Beginn der Sitzung, dass er versuchen werde, seine Aufgabe ueberparteilich zu erfuellen.

Constitutional judge declares Hessen 1999 regional elections invalid

Wiesbaden. The 1999 regional elections in Hessen are invalid according to the Frankfurter constitutional court judge, Hermes. In an expert witness report for the Greens, Hermes reaches the conclusion that the voters lacked important information since the millions received in donations by the CDU had not yet been made public.


Investigation committee CDU donations scandal sets to work

Wiesbaden. The investigation committee of the state parliament in Hessen concerned with the CDU donations scandal has started work. The SPD wants to prove that prime minister Koch and other CDU politicians lied repeatedly. Today procedures and files were handled. The SPD and the Greens, at whose request parliament instated the committee on february 17th, brought four motions to hear evidence. Before the start of the session, state parliament leader Klaus-Peter Moeller, acting chairman of the committee, said that he would try to fulfill his duties as impartially as possible.


01.03.00

Klage gegen Schreiber und Kiep fast fertig

Gegen den Waffenhaendler Karl-Heinz Schreiber und den frueheren CDU-Schatzmeister Walter Leisler-Kiep soll noch im Maerz Anklage erhoben werden. Bayerns Justizminister Weiss sagte heute, die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Augsburg sei fast fertig und solle noch in diesem Monat bei Gericht eingereicht werden. Gegen Schreiber wurde im Zusammenhang mit dem Verkauf von Panzern nach Saudi-Arabien wegen Bestechung und Steuerhinterziehung ermittelt. Kiep hat von Schreiber 1991 eine Million DM erhalten, wobei noch unklar ist, ob diese als Parteispende an die CDU gedacht war.



Case against Schreiber and Kiep almost ready

Complaints against arms-dealer Karlheinz Schreiber and former CDU treasurer Walther Leisler Kiep are to be submitted to the courts this month by the Public Prosecutor's Office in Augsburg, Bavarian Justice Minister Manfred Weiss said today. Schreiber is facing charges of bribery and tax evasion in connection with the sale of tanks to Saudi Arabia. Kiep received 1 million DM from Schreiber in 1991, although it is not yet clear whether the money was intended as a donation to the CDU.


02.03.00

Deutschland haelt an Koch-Weser fest

Deutschland haelt an seinem Kandidaten fuer den IWF-Vorsitz, Staatssekretaer Koch-Weser, fest. US-Praesident Clinton hatte am Abend die Europaer aufgefordert, einen anderen Deutschen vorzuschlagen. Die IWF-Exekutivdirektoren beraten zur Stunde in Washington hinter verschlossenen Tueren ueber die Nachfolge des Franzosen Camps Dessus als IWF Generaldirektor. Es soll auch eine Probeabstimmung ueber die Kandidaten geben.



Germany insists on Koch-Weser

Germany insists on its candidate for IMF chairman, state secretary Koch-Weser. Last night, US President Bill Clinton asked Europeans to suggest another German. IMF executive directors meet behind closed doors in Washington to discuss the succession of the Frenchman Camps Dessus as IMF director general. There is supposed to be a trial election of the candidate.


03.03.00

EU und Deutschland weiterhin fuer Koch-Weser als Chef des IWF

Deutschland und die Europaeische Union halten am EU-Kandidaten fuer den Chefposten im Internationalen Waehrungsfonds, Caio Koch-Weser, fest. Wie das Bundespresseamt in Berlin mitteilte, verstaendigten sich darauf Bundeskanzler Schroeder und der EU-Ratspraesident, Gutierrez, in einem Telefongespraech. Der portugiesische Aussenminister, Gamma (sp?), hatte zuvor erklaert, die europaische Union unterstuetze Koch-Weser, solange es gegenteilige deutsche Reaktion gebe. Von amerikanischer Seite gibt es bislang keine Anzeichen einer geaenderten Position. Bei einer Probeabstimmung war Koch-Weser gestern an der Ablehnung der USA gescheitert. Er hatte zwar die meisten Stimmen erhalten, aber die absolute Mehrheit verfehlt.



EU and Germany keep backing Mr Koch-Weser as their candidate for the IMF

Germany and the EU are sticking with their candidate for head of the IMF, Mr Caio Koch-Weser. According to a press-release by the German government, Chancellor Schroeder and head of the EU Council Gutierrez had agreed on that in a telephone conversation, and Portugal also backed them. The US so far showed no sign of weakening: Yesterday a straw-ballot had shown Mr Koch-Weser as being clearly ahead - he had got most of the votes, though not the absolute majority - but nevertheless got stopped by the US' veto.


04.03.00

EU will den deutschen Kandidaten Koch-Weser als Chef des IWF

Porto. Die Europaeische Union haelt am deutschen Kandidaten Koch-Weser fuer den Chefposten des Internationalen Waehrungsfonds fest. Dies erklaerte Portugals Regierungschef Guiterrez als amtierender EU-Ratspraesident. Guiterrez hatte zuvor mit Bundeskanzler Schroeder gesprochen. Koch-Weser hatte bei einer Testabstimmung im Waehrungsfonds keine absolute Mehrheit erhalten. Die USA wollen Koch-Weser nicht auf diesem Chefposten haben, Hintergrund ist ein Richtungsstreit. Die USA wollen, dass der IWF weiter einen strikt marktwirtschaftlichen Kurs beibehaelt und bei Waehrungskrisen ohne sozilpolitische Ruecksichten handelt.



EU still backs German candidate Koch-Weser as head of the IMF

Porto. The European Union still backs the German candidate Caio Koch-Weser as the top candidate for head of the International Monetary Fund, according to the current Portuguese EU president Antonio Guterres. Guterres had already spoken beforehand with Chancellor Gerhard Schroeder. Koch-Weser did not have an absolute majority during a straw vote at the IMF. The US does not want Koch-Weser to have the top position due to a factional dispute. The US want the IMF to continue with their strict course of free enterprise and to deal with monetary crises without any socio-political considerations.

Quelle / Source: http://www.mathematik.uni-ulm.de/de-news/
und
http://www.mathematik.uni-ulm.de/germnews